Piratengedöns

Einblicke in das Leben einer Piratin

Tätigkeitsbericht als GenSek im LV Bremen

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Am 20. Mai 2012 wurde ich auf dem Landesparteitag zur GenSek des LV Bremen gewählt. Über meine Tätigkeiten habe ich auf meiner Wiki-Seite, mündlich in Vorstandssitzungen sowie auf den Mailinglisten berichtet. Hier nun mein abschließender Tätigkeitsbericht:

Tätigkeiten gemäß Geschäftsordnung:

Mitgliederverwaltung

Unter diesem Stichwort fällt zuerst einmal der gesamte Prozess der Mitgliedsaufnahme: Antragseingang, Abstimmung über Aufnahme mit zuständigem Kreisverband (KV), Begrüßungsmail mit Informationen, Aufnahme der Daten in das CRM SAGE. Hierunter fallen aber auch die Prozesse bei Austritten sowie alle Formalitäten im Zusammenhang mit Einladungen und Akkreditierung für Kreismitgliederversammlungen, Aufstellungsversammlungen, Landesparteitage, Bundesparteitage.

Unter das Stichwort „Mitgliederverwaltung“ fasse ich auch folgende Punkte in Zusammenhang mit SAGE:
Wir haben im LV die Voraussetzungen geschaffen, um die Kreisverbände stärker in die Mitgliederverwaltung einzubinden bzw. eigenständig handeln zu lassen. Als LV haben wir SAGE-Lizenzen für den LV und jeden einzelnen KV erworben. Mit den Lizenzen für die KVen können entsprechend beauftragte Personen eingeschränkte Rechte in SAGE erhalten, um unabhängig von der Mitgliederverwaltung des LV aktuelle Mitgliedszahlen und Bezahlstatus abzulesen sowie eigenständig Einladungen zu Veranstaltungen (KMVs) zu verschicken. Die Kreisvorstände wurden über diese Möglichkeiten informiert und gemeinsam mit meinem Verwaltungsassistenten (seit Dezember 2012) wurden entsprechende Schulungen angeboten. Bisher hat kein Kreisverband dieses Angebot angenommen.

In der Funktion der GenSek habe ich zudem an den Verwaltungstreffen in Dortmund, Frankfurt und Berlin teilgenommen.

Diese ganzen Prozesse der Mitgliederverwaltung sind die Tätigkeiten, die am wenigsten nach außen sichtbar sind. Ich habe sie nach bestem Wissen und Gewissen ausgeführt und habe hoffentlich wenig Anlass zur Klage gegeben.

Zahlungsaufforderungen und Mahnwesen

Dieser Aufgabenbereich ist bei mir angesiedelt gewesen, da ich Zugriff auf die Adressdaten hatte und in der Regel Ansprechpartnerin für Mitglieder bei Fragen jeder Art war. Allerdings muss ich betonen, dass ich für diese Aufgabe lediglich auf die Daten aus SAGE (Stichwort: offener Beitrag) zurückgreifen konnte, da ich keinen Einblick in die Kontobewegungen des LV Bremen hatte. Für den neuen Vorstand spreche ich die Empfehlung aus, dass das Mahnwesen von der Person übernommen wird, die auch tatsächlich Einblick in das Konto des LV hat – das wird vermutlich der neue Schatzmeister sein.

Ich habe jedenfalls mehrere Mahnläufe im Jahr durchgeführt. Im schlimmsten Fall haben Mitglieder viermal in der gesamten Amtszeit entsprechende Nachrichten von mir bekommen:

  • Kurz nach der Amtsübernahme wurden schwebende Mitglieder angeschrieben, da mir ihr Status unbekannt war und geklärt werden sollte.
  • Diese schwebenden Mitglieder haben etwa drei Monate später eine erneute Nachfrage erhalten, sofern sie sich nicht auf die erste gemeldet hatten.
  • Zum Jahreswechsel haben alle Mitglieder eine Nachricht bezüglich der Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge für 2013 erhalten.
  • Und abschließend habe ich in Vorbereitung zum LPT alle Mitglieder mit offenen Beiträgen angeschrieben.

Repräsentation der Partei nach innen

Dieser Aufgabenbereich ist mir ehrlich gesagt beim Erstellen dieses Tätigkeitsberichtes ins Auge gefallen. Ich interpretiere ihn jetzt so, dass ich als GenSek hauptsächlich innerhalb des LV kommunizieren sollte und weniger nach außen. Konkrete Tätigkeiten fallen mir zu diesem Aufgabenbereich nicht ein. Ansonsten kann man mir sicher nicht nachsagen, ich wäre unkommunikativ gewesen.

Mitgliedergewinnung, Mitgliedermotivation, Unterstützung aktiver Mitglieder

Diese drei Punkte fasse ich einmal zusammen, weil sie zugegebenermaßen in meiner Amtszeit zu kurz gekommen sind. Ich habe keine aktiven Maßnahmen zur Neumitgliedergewinnung unternommen. Auch Mitgliedermotivation und Unterstützung aktiver Mitglieder habe ich wohl eher indirekt geleistet, indem ich beispielsweise Ansprechpartnerin für das Presseteam innerhalb des Landesvorstands war und selbst einige Aktionen (Infostand, OptOutDay, Antragskonferenz, Plakatierungsaktionen etc.) beworben und durch meine Mitarbeit unterstützt habe.

Weitere Vorstandstätigkeiten:

Das Vorstandsamt brachte es mit sich, dass ich natürlich an Vorstandssitzungen teilgenommen habe, Anfrage beantwortet habe und über Anträge zu entscheiden hatte. Auch hier habe ich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.

An dieser Stelle könnte ich meinen Tätigkeitsbericht formell enden lassen. Der Vollständigkeit halber gebe ich aber gern über weitere Aktivitäten Auskunft:

Tätigkeiten außerhalb meines Geschäftsbereichs:

Finanzrat

Am 20. Mai 2012 wurde ich ebenfalls vom LPT in den Finanzrat gewählt. Der Finanzrat erarbeitet eine Beschlussvorlage für den BuVo über die Verteilung des vorhandenen Geldes zwischen Bund und Ländern. Dazu habe ich an der Finanzratssitzung in Dortmund sowie an einigen Mumble-Sitzungen teilgenommen. An der letzten Sitzung in Potsdam konnte ich nicht teilnehmen, weil wir zeitgleich die Aufstellungsversammlungen hatten.

Jedenfalls hatte der Finanzrat im Vorfeld des BPT in Bochum einen Satzungsänderungsantrag erarbeitet, für den ich auch auf dem BPT gesprochen habe. Dieser Antrag ist leider gescheitert.

In Potsdam wurde nun ein neuer Antrag erarbeitet, der in Neumarkt zur Abstimmung gestellt wird. Diesen neuen Antrag kann ich empfehlen. Konkrete Details dazu gebe ich gern in den nächsten Tagen, zumindest frühzeitig vor dem BPT.

Unterstützung anderer Landesverbände

Der LV Bremen ist eine Insel in Niedersachsen, so quasi. Ich war in meiner Amtszeit auf jeder Versammlung des LV Niedersachsen zur Aufstellung der Landeslisten für die Landtagswahlen, derer gab es übrigens drei. Bei den Aufstellungsversammlungen habe ich im Veranstaltungssekretariat gewirkt – also GO-Anträge entgegengenommen, Backup-Protokoll geführt oder auch Wahlhelferin gemacht. Im Vorfeld der Landtagswahl war ich auch zu Infostand und Plakataktionen in Niedersachsen unterwegs.

Unterstützung des Bundesverbandes

Unabhängig von meinen GenSek-Tätigkeiten, die natürlich auch dem Bundesverband nützen, habe ich auf dem BPT in Bochum im Versammlungsleiterteam mitgearbeitet.
Kürzlich habe ich außerdem die Umfrage zu den Kampagnenslogans für den Bundestagswahlkampf technisch unterstützt, indem ich die Umfrage in LimeSurvey erstellt habe.

Vernetzung mit anderen Landesverbänden

Über die Verwaltungstreffen habe ich mich qua Amt mit den Verwaltungspirat_innen bundesweit vernetzt. Darüber hinaus war ich aber auch auf zahlreichen Veranstaltungen außerhalb des Landesverbands, auf den ich zahlreiche andere Pirat_innen kennengelernt habe. Einige dieser Veranstaltungen: re-publica in Berlin, OpenMind in Kassel, BTW-Strategiecamp in Knauthain.

Auf dem BPT in Bochum gab es zudem ein Treffen aller Landesvorstände, auf dem mir dankenswerterweise Robert Bauer als weiteres Mitglied aus Bremen Gesellschaft geleistet hat.

Inhaltliche Arbeit

Die inhaltliche Arbeit ist leider neben den zahlreichen Verwaltungsaufgaben im vergangenen Jahr zu kurz gekommen. Mein Schwerpunktthema ist das Urheberrecht, wobei ich aus der Ecke der Bildrechte komme. Gegen Ende des Jahres habe ich mich den Kulturpiraten angeschlossen, konnte aber bis heute nur an einigen wenigen Mumble-Sitzungen teilnehmen.

Dafür habe ich mich stärker in das Thema GEMA eingearbeitet und uns recht erfolgreich auf einer Podiumsdiskussion am Gymnasium Horn vertreten sowie einem Masterstudenten der Hochschule Bremen Interviewfragen beantwortet und an einem Runden Tisch zur GEMA mit Mitgliedern der Clubverstärker und eines Vertreters der C3S teilgenommen.

Außerdem habe ich an der zweitägigen Fachtagung Kulturpolitik, organisiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung, hier in Bremen teilgenommen.

Was netzpolitische Themen angeht, verfolge ich selbstverständlich alle aktuellen Diskussionen und werde über meine Fördermitgliedschaft in der Digitalen Gesellschaft immer auf dem Laufenden gehalten.

Was die Kernbereiche „Transparenz und Bürgerbeteiligung“ angeht, so war ich im Dezember auf der Fachtagung „Internet und Partizipation“ in Hamburg und bei dem Vortrag der Initiative „Bremen bewegen“ zuletzt auf der Socialbar.

Die Themen „Meinungs- und Pressefreiheit“, die mir sehr am Herzen liegen, kann ich derzeit leider nur passiv als Mitglied bei Reporter ohne Grenzen unterstützen.

Abschluss

Ich habe nicht damit gerechnet, dass mein Tätigkeitsbericht so umfangreich ausfallen würde. Er gibt hoffentlich zum einen einen guten Überblick in die Verwaltungsaufgaben eines Vorstandsmitglieds. Zum anderen aber auch einen Eindruck dessen, wie viel eins eigentlich auch ohne Vorstandsamt machen kann. In diesem Sinne kann ich nur jede_n ermuntern, sich bestmöglich einzubringen – auch ohne ein gewähltes Amt.

Einen chronologischen Abriss meiner Tätigkeiten gibt es übrigens hier:
http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Carolin_HB#Fortlaufender_T.C3.A4tigkeitsbericht

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